Aktuelles

Rückblick auf das Erntejahr 2018

Die extreme Wetterlage im Jahr 2018 hat eindrucksvoll gezeigt, welche Auswirkungen eine anhaltende Trockenperiode in Frühjahr und Sommer mit sich bringen kann:

  • massive mengenmäßige Ernteeinbußen (Dürreausfälle) in Deutschland und der gesamten EU
  • Getreide-Endbestände deutschland- und europaweit weiter abgesunken
  • deutliche, frühzeitige Getreide-Preiserhöhungen
  • immenser Schaden auf Seiten der Landwirtschaft, finanzielle staatliche Hilfen für Landwirte wurden notwendig
  • eklatante Niedrigwasserproblematik: 70 cm sind neuer (Rekord-)Tiefstwert am Kölner Pegelstand (gemessen Oktober 2018)
  • kritische Auswirkungen auf die generelle Rohstoffversorgung (z. B. auch für Diesel und Heizöl) – Frachtschiffe konnten über Wochen nur maximal 30 Prozent der üblichen Frachtmengen laden
  • unvorhersehbare und überproportional hohe Frachtkosten für die getreideverarbeitende Branche der Müllerei

Glücklicherweise hatte die „Notreife“ vor noch größerem qualitativen Einfluss geschützt – die Pflanze entwickelte das Korn schnellstmöglich, um sich das Überleben zu sichern. Jedoch war die ausreichende Versorgung mit Weizen und Roggen durch die eklatanten Problematiken bei der Belieferung über den Schiffsweg längerfristig gefährdet. Außerdem kam der Futtermittelmarkt mit unerwartet hoher Nachfrage hinzu, sodass die Landwirtschaft Ausfälle bei der Futterbeschaffung durch frühe Zukäufe kompensieren musste.


Entwicklungen im Transportmarkt

Bereits ab Mitte 2018, wie auch weiter für den Verlauf des Jahres 2019, zeigen sich Veränderungen auf dem Transportmarkt sowie entsprechend in aktuellen Preisentwicklungen:

  • ab 01.07.2018: Mauteinführung für Bundesstraßen (Höhe abhängig vom Bundesstraßenanteil zwischen Mühle und Bestimmungsort/Kunde)
  • ab 01.01.2019: allgemeine Mauterhöhung (Höhe abhängig von der Entfernung zum Kunden)
  • allgemeine Kostensteigerung im Transportgewerbe, u.a. begründet durch Fahrermangel, Genehmigungen für Sonn- und Feiertage, Anschaffungskosten Behälter und LKW, usw.
  • Dieselpreisentwicklung im 2. Halbjahr 2018
  • steigende Kosten im Bereich der Ladehilfsmittel (z. B. Kosten für Paletten)

Ausblick auf das Erntejahr 2019

Die konstante Trockenheit im vergangenen Jahr verursachte zahlreiche Probleme. Eine ähnliche Dürreperiode könnte 2019 zu einem regelrechten Desaster führen. Doch es gibt Hoffnung: Die Grundwasservorräte sollten bald wieder auf dem Normalstand sein. Das aktuelle Winterwetter birgt echte Chancen für die diesjährige Ernte. Tatsächlich kann Frost bis zu -10 Grad in Bodennähe dem Wintergetreide nichts anhaben – im Gegenteil: dieser stresst die Pflanzen sogar positiv. Außerdem könnte vor dem Hintergrund der Zunahme von Aussaatflächen und unter Annahme normaler Wachstumsbedingungen der Gesamtertrag der Ernte in Deutschland von 20,13 Mio. Tonnen im Jahr 2018 auf 25 Mio. Tonnen im Jahr 2019 steigen.

Trotzdem ist die Prognose natürlich noch nicht sicher. Mindestens vier bis fünf Monate wird es noch dauern, ehe man die Qualität der diesjährigen Ernte seriös einschätzen kann. Reichlich Niederschlag ist in den kommenden Monaten auf jeden Fall vonnöten. Es bleibt also abzuwarten, wie die Wetterlage sich entwickelt.


Castellmühle Krefeld: Der Grundstein ist gelegt.

Mit dem ersten Spatenstich am Castellweg 4 in Krefeld am 15. Juni 2018 startete einer der größten Mühlen-Neubauten Europas. Bereits 2020 wird das über 100jährige Kapitel der Ellmühle in Köln- Deutz Geschichte sein, um nur 60 km weiter am linken Niederrhein ein neues Kapitel zu beginnen.

Bei dem feierlichen Akt zur Grundsteinlegung der Castellmühle Krefeld waren unter anderem
 zugegen (Foto von Rechts nach Links)
Herr Dr. Kurt Miesenböck (Vorstand der LLI Beteiligungs AG),
Herr Dipl.Ing. Josef Pröll (Generaldirektor der LLI Beteiligungs AG, Muttergesellschaft der GoodMills Gruppe),
Herr Frank Markmann (Geschäftsbereichsleiter West GoodMills Deutschland),
Herr Frank Meyer (Oberbürgermeister der Stadt Krefeld),
Herr Gunnar Steffek (Geschäftsführer GoodMills Deutschland) und
Herr Dipl. Ing. Josef Dietrich (CEO GoodMills Group)


Pünktlicher und erfolgreicher Baustart nach Plan.

GoodMills Deutschland wird in den kommenden Monaten einen neuen Produktionsstandort errichten, der auch neue Maßstäbe in Bezug auf Produktsicherheit, Hygiene und Energieeinsatz setzen soll.
Mit einer Vermahlungskapazität von jährlich 365.000 Tonnen wird die Castellmühle Krefeld zukünftig Millionen von Menschen mit ihren Erzeugnissen versorgen. Bereits jetzt laufen die Baumaßnahmen auf dem Areal im Krefelder Rheinhafen auf Hochtouren. Mit der Zulassung zum vorzeitigen Baubeginn erfolgte sogleich die Baureifmachung und Erstellung der Baustraße auf dem 47.000 m² großen Grundstück.
Es schloss sich die Pfahlgründung für die nun planmäßig vorgesehene Errichtung des Mühlengebäudes sowie des Vorreinigungsgebäudes an.
Im weiteren Schritt folgt dann die Vorbereitung für die Errichtung der Bodenplatten.


Bis 2020 entsteht eine der effizientesten Mühlen Europas.

Im ersten, großen Bauabschnitt steht die Errichtung des Mühlengebäudes und des Vorreinigungsgebäudes bevor. Hier werden modernste Mühlentechnologie für den Vermahlungsprozess und effiziente Hochleistungs-Vorreinigungssysteme für die trimodale Getreideannahme sowie für eine optimale Prozessvorbereitung einziehen.
Die neue Castellmühle folgt den ständig steigenden Anforderungen der Kunden sowie des Marktes.
Mit hohen Produktionsstandards, einer weiter verbesserten Produktsicherheit und optimierter Energieeffizienz stellt man sich künftig den Herausforderungen an die Lebensmittelbranche.
Entsprechend der Vision von GoodMills:
„We drive the power of grains“



Auf eine gute Nachbarschaft in Krefeld.

GoodMills Deutschland wird mit der Castellmühle Krefeld zukünftig auch am Niederrhein zu Hause sein. Der erste Spatenstich für unseren neuen Produktionsstandort erfolgt im Frühjahr. Damit alle Anrainer und Bürger rechtzeitig wissen, wer ihr neuer Nachbar sein wird, haben wir sie eingeladen. Am 17. Januar 2018 konnten sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf der Burg Linn über den Baubeginn, über das Neubauprojekt selbst sowie über die Baumaßnahmen und die spätere Nutzung umfassend informieren.


Eine nachhaltige und langfristige Entscheidung.

Wir möchten eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu Nachbarn, Bürgern und der Stadt Krefeld aufbauen. Warum wir uns diesem Anspruch verpflichtet fühlen? Weil wir mit der Verlagerung des Produktionsstandorts eine nachhaltige und langfristige Entscheidung getroffen haben. Deshalb freuen wir uns, hier in Krefeld wie an allen unseren Standorten eine erfolgreiche, lange Tradition und eine enge Verbundenheit mit der Umgebung zu begründen.